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Natürliche Abführmittel

Verstopfung ist unangenehm und kann weitere Beschwerden nach sich ziehen. Sie ist aber auch nicht ungewöhnlich und an sich nicht gefährlich. Zunächst ist Verstopfung nicht damit zu verwechseln, wenn man nicht jeden Tag Stuhlgang hat. Dies ist an sich unbedenklich, die Verdauung funktioniert bei jedem Menschen anders und nicht jeder "muss" jeden Tag.

Unser Verdauungsapparat reagiert aber auch auf unterschiedliche Umwelteinflüsse, beispielsweise einen hohen Stresspegel. Auch eine unausgewogene Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen kann zu Verstopfung führen, genauso wie zu wenig Flüssigkeit oder zu wenig Bewegung. Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, ist eine gesunde Lebensweise mit Ballaststoffen, beispielsweise in Vollkorn, Obst und Gemüse, ausreichend Flüssigkeit und einem gesunden Maß an Bewegung bereits sehr hilfreich.

Wenn es doch einmal zur Verstopfung kommt, muss man jedoch auch nicht gleich zu Abführmitteln greifen. Es gibt eine ganze Reihe sanfter Hausmittel, die in aller Regel gut wirksam sind und den Körper nicht noch mehr stressen.

Man kann seinen Tag beispielsweise damit beginnen, dass man direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinkt, ideal ist lauwarmes Wasser. So regt man gleich zu Beginn des Tages Stoffwechsel und Verdauung an. Als natürliches Abführmittel funktioniert auch Kaffee, wer auf die morgendliche Tasse nicht verzichten will, hilft also tatsächlich auch dem Darm.

Zahlreiche Lebensmittel wirken ebenfalls als Abführmittel, so zum Beispiel viele Früchte und auch Fruchtsäfte. Diese helfen bereits Kindern bei Verdauungsproblemen, weil der Verzehr unbedenklich ist. Dazu zählen zum Beispiel Kiwi, Birnen, Datteln, Weintrauben und Aprikosen. Regelrechte Klassiker unter den natürlichen Abführmitteln sind Äpfel und Pflaumen. Nicht nur Fruchtsäfte wirken abführend, auch Sauerkrautsaft besitzt diese Wirkung.

Bei Datteln, Feigen, Aprikosen und Pflaumen tritt die Wirkung auch dann ein, wenn sie in Form von Trockenobst verspeist werden.

Auch einige Gemüsesorten wirken sich positiv aus, so zum Beispiel Linsen, Bohnen, Rote Bete und Sauerkraut.

Neben Obst und Gemüse trägt auch Joghurt zu einer funktionierenden Darmtätigkeit bei. Auch wenn man nicht unter Verstopfung leidet, ist Müsli mit etwas Obst und Joghurt ein gutes Frühstück, da hier auch bereits Ballaststoffe enthalten sind, die der Verdauungsapparat braucht, um richtig zu funktionieren.

Eine weitere erste Maßnahme bei Verstopfung ist auch eine leichte Massage des Bauches. Bewegung ist nicht nur zum Vorbeugen hilfreich, sondern kann auch unterstützend zu den übrigen Hausmitteln wirken, da sie die Darmtätigkeit anregt.

Weitere Hausmittel sind Leinsamen oder auch Flohsamen, die Quellstoffe enthalten. Sie regen die Verdauung an, wichtig ist jedoch, sie mit viel Flüssigkeit einzunehmen. Milchzucker, der in Wasser aufgelöst wird, zählt ebenfalls zu den natürlichen Abführmitteln, eignet sich aber nur für Menschen, die nicht laktoseintolerant sind.

Man kann den Darm auch entlasten, indem man auf manche Lebensmittel verzichtet. Obst ist zwar gesund, Bananen sollte man bei Verstopfung jedoch meiden. Auch Lauch, Sellerie, Karotten und Spargel zählen zu den Nahrungsmitteln, die stopfen und nicht abführen. Daneben fallen auch Weißbrot, Rotwein, schwarzer Tee und Schokolade in diese Kategorie. Wer häufiger unter Verdauungsproblemen leidet, kann es also auch einmal damit versuchen, die eine oder andere Veränderung im Speiseplan vorzunehmen.

Es gibt also eine ganze Reihe von Hausmitteln, mit denen sich Verstopfung im Normalfall auch schnell wieder in den Griff bekommen lässt. Das Thema beim Arzt anzusprechen, kann unter anderem sinnvoll sein, wenn es in der Schwangerschaft zu Verstopfung kommt. Das passiert häufig, es ist aber wichtig, ohne Absprache keine Medikamente einzunehmen und lieber bei einer Untersuchung nachzufragen, welche Hausmittel man am besten nimmt.

Eine Verstopfung kann jedoch auch Begleiterscheinungen haben, bei denen man den Arzt aufsuchen sollte, weil sie auf ernste Ursachen hindeuten. Dazu gehört unter anderem Abwechslung mit Durchfall, nächtliches Schwitzen und ein schlechteres Allgemeinbefinden. Auch bei Blutungen oder Blut oder Schleim im Stuhl selbst, ist es wichtig, den Arzt aufzusuchen. Ist tatsächlich eine ernst zu nehmende Erkrankung der Grund für die Verstopfung, ist es wichtig, so früh wie möglich eine Diagnose zu haben und die Behandlung zu beginnen.